4. Bewerbungsschritt: Ihr Lebenslauf

In der vierten Fortsetzung zu dem Leitartikel 6 Schritte zur professionellen Bewerbung finden Sie Wissenswertes zur Erstellung Ihres Lebenlaufes. Zu jeder Bewerbung gehört ein lückenloser Lebenslauf. Der Personalchef macht sich hier einen ersten Eindruck über Ihre fachliche Eignung und Ihren beruflichen Lebensweg. Deshalb sollten die Informationen übersichtlich gestaltet sein.

Was Ihr Lebenslauf enthalten muss:

  • Angaben zur Person:
    • Vor- und Zuname
    • Anschrift
    • Ggf. Geburtsdatum und -ort
    • Ggf. Familienstand, Anzahl und Alter der Kinder
    • Ggf. Staatsangehörigkeit
  • Schulbildung:
    • Zeitraum
    • Schultyp und -ort
    • Abschluss
  • Berufsausbildung:
    • Zeitraum
    • Art der Berufsausbildung
    • Ort
    • Abschluss
  • Studium:
    • Zeitraum
    • Art des Studiums / Schwerpunkte
    • Ort
    • Abschluss
  • Berufspraxis:
    • Zeitraum
    • Berufsbezeichnung bzw. Position
    • Betrieb
    • Ort
    • Aufgabenbereich in Stichworten
  • Weiterbildung:
    • Zeitraum
    • Bezeichnung der Lehrgangs
    • Inhalte und Veranstalter
  • Besondere Kenntnisse
  • Fremdsprachen mit Bewertung der Kenntnis
  • EDV-Kenntnisse
  • Ort, Datum und Unterschrift

Der Lebenslauf soll nicht länger als 2 DIN A4-Seiten sein.

Was Sie weglassen dürfen:

  • Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG, seit 2006) hat mit seinem Schwerpunkt im Arbeitsrecht deutliche Auswirkungen auf die Personalprozesse in Unternehmen. Dieses Gesetz soll die Diskriminierung in Bezug auf die Herkunft, das Geschlecht, die Religion, eine Behinderung, das Alter oder die sexuellen Identität verhindern. Sie können daher auf die entsprechenden Angaben, wie z.B. Familienstand und Staatsangehörigkeit im Lebenslauf verzichten.
  • Wenn Sie bereits eine umfangreiche Berufserfahrung mitbringen, können Sie sich in der Rubrik der schulischen/akademischen Ausbildung auf Ihren höchsten Bildungsabschluss beschränken. Erwähnen Sie auch Praktika und Nebenjobs aus Ihren ersten Berufsjahren nur, wenn diese einen unmittelbaren Bezug zu der ausgeschriebenen Position haben.
  • Nennen Sie nur die Weiterbildungen, die für die angestrebte Position nützlich sind. Wenn Sie sich z.B. als Projektleiter in der EDV bewerben, ist Ihre Weiterbildung zum Masseur nicht von Interesse. Ihre Schulungen zum Thema Konfliktmanagement unterstützen jedoch Ihre Kompetenz.
  • Nennen Sie Hobbies und persönliche Interessen nur, wenn diese einen beruflichen Bezug haben.

Da in der Regel die Erfahrungen der vergangenen 3 – 5 Jahre von besonderer Bedeutung für eine Position sind, empfehle ich die Darstellung der Berufspraxis in der chronologisch umgekehrten Reihenfolge. Die Rückwärts-Chronologie – Sie beginnen mit Ihrer jetzigen Position – verschafft dem Leser einen direkteren Eindruck über Ihre derzeitige Qualifikation.

Bei der Erstellung des eigenen Lebenslaufes können die Erfahrungen und Bilder der Vergangenheit auftauchen. Machen Sie sich bewusst, was Sie bereits geleistet haben. Und wie erfolgreiche und unglückliche berufliche Situationen Sie zu dem Menschen gemacht haben, der Sie heute sind.